Spielerisches Lernen ist natürliches Lernen

Das Lernen von Kindern beginnt schon im Alter von wenigen Monaten. Bereits hier ist zu beobachten, dass einige Monate alte Babys als auch Kleinkinder im Alter von 1-2 Jahren versuchen, die Welt um sie herum zu “be-greifen”. Führen sich Eltern und Lehrer diese frühe Neugierde der Kinder vor Augen, erhalten sie bereits wichtige Erkenntnisse, wie sie mit Lerntipps für Kinder, deren Entwicklung fördern können.

Im Kindergartenalter beginnen die Kinder spielerisch ihre Welt und Umwelt zu begreifen. Ihr Denken scheint zunächst nicht zielgerichtet zu sein, was oft auch an Fragen deutlich wird, bei denen es den Eltern oder Lehrern schwerfällt, die Gedankengänge des Kindes nachzuvollziehen, da Erwachsene abstrahieren, Kinder aber viel mehr mit ihrem ganzen Körper wahrnehmen.

Aus diesem Grunde ist es wichtig, zu verstehen wie die Kinder im Kindergartenalter lernen. Nur dann können Eltern oder Pädagogen adäquat mit Lerntipps für Kinder die kleinen Forscher und Entdecker unterstützen.

Das Lernen der Kinder ist durch ihre Aktivität und das Begreifen ihrer Umwelt geprägt.
Dabei ist das Wort Begreifen tatsächlich als solches zu verstehen:

Kinder lernen, in dem sie mit all ihren Sinnen “arbeiten”. Dinge in die Hand nehmen und ertasten und spüren. Je mehr Sinne Kinder bei diesem Lernprozessen einsetzen können, desto einfacher fällt ihnen das Lernen. Anders als Erwachsene, die zumeist nur noch mit ihrem “Kopf” lernen, aus ihren Erfahrungen heraus ein- und zuordnen, besteht bei Kindern der Lernprozess durch spielerisches Kennenlernen.

Ein Beispiel soll dies verdeutlichen:

Man nehme 4 Kinder einen Ball und gibt wenige einfache Regeln vor, z.B. der Ball soll im Kreis an den linken Nachbarn geworfen werden. Anschließend darf ein Kind entscheiden, wie der Ball und in welche Richtung der Ball weitergegeben werden soll. Z.B. mit dem rechten Fuß jeweils an das rechts stehende Kind. Nach einigen Runden denkt sich das nächste Kind seine Regeln aus.

Erwachsene haben sehr schnell das Gefühl, das es recht chaotisch zugeht. Für die Kinder ergeben sich aber durch ein “kleines” Spiel ein ganz komplexes Begreifen:

Die Kinder tauschen die Rollen. Eines der Kinder setzt eine Regel, die die anderen beachten sollen.

Das Kind muss häufiger von dem Leiter, der die Regeln setzt, wieder zu dem Regelempfänger werden, der die Regeln beachtet.

Gleichzeitig müssen die Kinder immer wieder auf ihren Körper achten, umschalten, ob der Ball geworfen werden soll, geschossen werden soll, mit dem rechten Bein oder dem linken Bein etc.

Aus dem zunächst ganz einfachen Spiel, ergibt sich für die Kinder ein sehr komplexer Prozess:

Sie müssen Regeln erstellen und “durchsetzen”. Sie müssen Regeln einhalten.
Mit ihren Augen müssen sie ihre Mitspieler beobachten und der Situation folgen, mit ihren Ohren ständig die Anweisungen verfolgen und in die Tat umsetzen. Wenn es mit den Regeln nicht klappt, müssen die Kinder untereinander an einer Lösung “arbeiten”.

Lerntipps für Kinder sollten unbedingt diesem spielerischen Wissensdrang der Kinder folgen. Lehrer und Eltern die Lerntipps für Kinder erfolgreich umsetzen wollen, sollten u.a. folgende Punkte beachten:

– Kinder sollten spielerisch an das Lernen herangeführt werden.
– Eltern, Lehrer können die oftmals konzentrierte und intensive Entdeckungsreise des Kindes durch zusprechen und motivieren fördern.
– Fragen regen das Kind zum Nachdenken an und sollten durch die Eltern und Lehrer gezielt eingesetzt werden, um das grundsätzlich vorhandene Interesse, die Welt zu begreifen,zu verstärken.

Gerade im Grundschulalter ist dann auch wichtig, zu erkennen, dass das Kind allmählich seine eigenen Prioritäten oder Schwerpunkte setzt, was das Lernen und Entdecken angeht. Wichtig ist auch hier bei dem Kind die permanent vorhandene Neugierde auch für andere Bereiche durch Spiele, Fragen, Anregungen und Gespräche